Mindfulness – der neue Trend zum Selbst

Mindfulness – der neue Trend zum Selbst

Mindfulness.  Oder auf deutsch Achtsamkeit. Das hört man jetzt überall. Aber was ist das eigentlich und woher kommt es her?

Achtsamkeit  ist eine spezielle Form, die eigene Aufmerksamkeit zu lenken. Es ist das absichtliche, offene und annehmende Beobachten dessen, was im Augenblick des jeweiligen gegenwärtigen Moments geschieht. Ein Gewahrwerden unserer inneren und äußeren Erfahrungen. Ohne Ablenkung und ohne irgendeine Bewertung positiver oder negativer Art.

Entscheidend ist dabei die Bewusstheit über den Prozess des Beobachtens selbst, ein Gewahrsein, des gewahr Seins, unabhängig von den beobachteten Objekten, unabhängig davon, ob der Fokus der Aufmerksamkeit weit oder eng ist. Bildhaft gesprochen stellt das “Erwachen des inneren Beobachters” das Essentielle der Achtsamkeit dar.

Tatsächlich ist Achtsamkeit per se nichts, wofür man sich jahrelang in luftige Höh(l)en des Himalayas zurückziehen muss. Achtsamkeit ist eine grundlegende Fähigkeit des menschlichen Geistes. Jeder kann es, und zu fast jeder Zeit, es sei denn, man ist nicht ganz bei klarem Bewusstsein – so nach dem dritten Bier, zum Beispiel.

“Moment”, werden jetzt spitzfindige Geister einwenden “aber, was ist denn, wenn ich nun schon in emotionaler Aufruhr bin? Das kann ich ja nicht auf Knopfdruck abschalten! Heißt das, dass ich in dem Fall einfach nicht achtsam sein kann?”

Wenn Sie in emotionaler Aufruhr sind, also zum Beispiel wütend, ärgerlich, traurig, deprimiert, ängstlich, dann betrachten Sie diesen Zustand möglichst sachlich: „Aha, da ist Wut, Ärger, Trauer, Deprimiertheit oder Angst in mir“.

Versuchen Sie, diese Aufruhr möglichst ruhig zu betrachten. Ohne einzugreifen. Schauen Sie einfach genau hin, ganz genau.

„Wir können die Wellen des Lebens nicht aufhalten. Aber wir können lernen, auf ihnen zu surfen.“  Jon Kabat-Zinn – Achtsamkeitsguru

Probieren Sie es doch mal selber aus. Hier eine Achtsamkeitsuebung
Am Morgen: Sinnieren Sie unter der Dusche nicht schon über die Tagesplanung, nutzen Sie lieber Ihre Sinne und achten Sie auf jedes winzige Detail. Wie fühlt sich der Wasserhahn an? Was für ein Geräusch macht er beim Aufdrehen? Lauschen Sie dem Plätschern des Wassers, versuchen Sie die unterschiedlichen Klänge der Tropfen zu erhaschen: auf ihrem Körper, an der Duschwand, auf dem Boden. Oder beobachten Sie, wie das Wasser auf ihrer Haut abperlt, wie sich das Duschgel in eine schaumige Masse verwandelt und einzelne Schaumblasen zerplatzen. Dabei ist wichtig: Versuchen Sie mit Ihren Gedanken wirklich unter der Dusche zu bleiben. Driften Sie für einen Moment doch ab zu anstehenden Terminen oder vergangenen Streitigkeiten, nehmen Sie auch das wahr und kehren Sie sanft wieder zurück in den Moment. Das kann bei jeder Achtsamkeitsübung passieren.Und wenn Sie in der Gruppe mindfulness praktizieren möchten:Kurse in München

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