Meatless March – warum ist es gut einen Monat zu fasten

Meatless March – warum ist es gut einen Monat zu fasten

Es ist März. Für mich heisst das “Meatless March”. Mittlerweile bin ich im 3. Jahr meiner kleinen persönlichen Fastenzeit. Fasten, das ist ja so ein Trend sagen einige. Das stimmt, Fasten hat sicherlich in den letzten Jahren zugenommen. Immer häufiger hat man im Bekanntenkreis so einen “Spinner” der für einige Zeit auf ihn sonst wichtige Dinge verzichtet.

Warum ist das Fasten eigentlich so im Trend? Oder die Besinnung auf Gesundheit? Und was muss man dabei beachten?

“Wir empfehlen am häufigsten das Saftfasten nach der Methode von Buchinger”, erklärt Andreas Michalsen. ” Er ist Chefarzt in der Abteilung Naturheilkunde des Immanuel-Krankenhauses in Berlin-Wannsee.  “Es ist sehr gut etabliert und auch wissenschaftlich gut belegt. Für Magenempfindliche empfehlen wir vor allem das Schleimfasten mit Hafer- oder Reisschleim. Wer Säfte nicht verträgt oder nicht mag, kann auch ein Molke- oder Buttermilchfasten durchführen. Dies ist natürlich nicht bei Lactoseintoleranz zu empfehlen.”

Nebenwirkungen beim Fasten

“Oft kommt es, vor allem auch durch den Koffeinentzug, zu Kopfschmerzen”, erklärt Andreas Michalsen. Die sog. Fasteneuphorie, eine Verbesserung der Stimmung während des Fastens, stellt sich meistens nach dem 3. Fastentag ein. Normal ist ein säuerlicher Mundgeruch, hier wird Zitronensaft oder Tee empfohlen. Leichte Kreislaufsymptome wie Schwindel beim Aufstehen werden häufig beklagt, können aber duch Kneippanwendungen und regelmäßige Bewegung in Schach gehalten werden. Zu Hungergefühlen kommt es überraschenderweise selten nach den ersten 24 Stunden. (Quelle: Die Welt, online)

Und wie ist es aus historischer Sicht?

Beginn der Fastenzeit ist traditionell Aschermittwoch. Oft fällt das zusammen mit dem Ende einer ausgelassenen Zeit. Karneval und feiern. Gut dem Körper dann Ruhe zu gönnen und ihn zu entgiften. Auch die Idee zumindest einmal im Jahr auf etwas zu verzichten was einem lieb ist hat einen Wert. Man lernt wieder zu schätzen was man als selbstverständlich erachtet und der Verzicht erlaubt es den Wert von Dingen zu erkennen. Durch das Fasten sollen die Gläubigen sich durch Enthaltsamkeit neu besinnen, Buße tun und die Nähe zu Gott suchen. Allerdings ist dieses Fasten sehr frei und es gibt keine allgemeinen Regeln mehr und der Fastende kann selbst entscheiden, wie er die Fastenzeit gestalten will. Viele verzichten für diese Zeit auf Alkohol, Süßigkeiten, Fernsehen oder das Rauchen. Und einige eben auch auf Fleisch. Das Fasten soll den Menschen helfen neue Perspektiven zu finden indem sie ihren Lebensstil neu überdenken.

Für mich hat das nach Ende der Fastenzeit jedes Mal bedeutet, dass ich weiterhin kein Fleisch essen wollte. Aber nach einigen Monaten bin ich doch wieder beim Fleisch gelandet. Nur weniger, mehr bio und gesünder. Ist ja auch eine Erkenntnis.

 

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